Protokoll der Mitgliederversammlung anlässlich der 87. Tagung der Vereinigung der Bayerischen Chirurgen e.V. in Würzburg.
Datum: Mittwoch 21 Juli 20106
Zeit 16:15 bis 17:15 Uhr (im Anschluss an die klinischen Falldemonstrationen)
Ort: Congress Centrum Würzburg, Saal Auvera/Bossi/Wagner
Tagesordnung:
TOP 1) Bericht des Vorsitzenden
TOP 2) Wahlen
TOP 3) Bericht des Schriftführers und Kassenwarts
TOP 4) Bericht der Kassenprüfer und Entlastung des Vorstands
TOP 5) Verschiedenes
Zu Punkt 1): Bericht des Vorsitzenden
Der 1. Vorsitzende Prof. Germer eröffnet die Mitgliederversammlung und stellt bei 37 anwesenden Mitgliedern satzungsgemäße Beschlussfähigkeit fest. Die Einladung erfolgte fristgerecht über die Mitteilungen II/10. Es bestehen keine Einwände gegen die Tagesordnung bzw. Wünsche auf Ergänzung.
Er gibt einen Überblick über seine Kongressplanung und den Ablauf des wissenschaftlichen sowie des Rahmenprogramms. Für den Kongress unter dem Leitthema „Interdisziplinarität und Verschiebung der Fachgrenzen“ sind 160 Anmeldungen für die freien Präsentationen und damit rd. 20 mehr als im Vorjahr eingegangen. Die Ablehnungsquote (25) betrug 16%. Das Interesse am Pflegesymposium sowie an den Workshops habe wieder zugenommen, die Kurse in der Unfallchirurgie und Gefäßchirurgie seien ausgebucht, die Anzahl der Arbeitsplätze musste teilweise erweitert werden, um sämtlichen Interessenten die Möglichkeit zur Teilnahme zu bieten. Auch eine interdisziplinäre Veranstaltung mit Vertretern der Gesellschaft für Gastroenterologie in Bayern (Frühkarzinome des Gastrointestinaltraktes) wurde wieder ins Programm genommen. Außerdem werden 2 Satellitensymposien angeboten.
Ein besonderer Hinweis gilt der Berufspolitischen Stunde am Freitag, die sich mit den Problemen der chirurgischen Weiterbildung befasst.
Mit seinen chirurgischen Partnern und seinen Mitarbeitern habe er sich in Kooperation mit MCN bemüht, beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Kongress zu schaffen. Trotz zunehmend schwieriger werdender Finanzierungsbedingungen lasse die Budgetplanung ein positives Rechtspachtergebnis erwarten. Das vor zwei Jahren neu eingeführte Industriekonzept mit limitiert vorgegebener Ausstellungsfläche wird auch auf dieser Tagung umgesetzt. Von 40 Ausstellern seien 260 qm Ausstellungsfläche belegt worden. Es wird wieder eine zentrale „Low Budget“-Verpflegung angeboten.
Der Vorsitzende gibt einen Überblick über seine Kongressplanung und den Ablauf des wissenschaftlichen sowie des Rahmenprogramms. Für den Kongress unter dem Leitthema „Innovative Technik und perioperative Prozessgestaltung: Chirurgisches Profil im klinischen Kontext“ sind 134 Vorträge vorgesehen. Insgesamt wurden 132 Abstracts für Vorträge eingereicht, 92 wurden als Vortrag, 28 als Poster angenommen. Die Fallvorstellungen kommen aus unterschiedlichen Kliniken, was großen Zuspruch gefunden habe. Die 3 besten werden mit Geldbeiträgen von 150 bis 500 Euro ausgezeichnet, die am Festabend vergeben werden sollten. Die verschiedenen praktischen Übungen (12 Workshops, 2 MIC- Kurse) und die 4 unfallchirurgischen Symposien sind besonders attraktiv für den chirurgischen Nachwuchs.
Zu Punkt 2): Wahlen
Herr Prof. Dr. G. Pistorius, Bamberg, übernimmt mit Einverständnis der Mitglieder die Wahlleitung. Es sind auf Befragung nur wahlberechtigte Mitglieder im Saal.
Vom Ausschuss der Vereinigung war den Mitgliedern satzungsgemäß ein Vorschlag für die Wahl des 2. Vorsitzenden (damit Vorsitzender für das Jahr 2012) bekannt gegeben worden.
Zur Wahl wird vorgeschlagen
Herr Prof. Dr. med. Michael Nerlich
Leiter der Abteilung für Unfallchirurgie, Universitätsklinik Regensburg
Herr Prof. Dr. Nerlich ist anwesend.
Er wird in geheimer Wahl bei 37 abgegebenen gültigen Stimmen mit 36 Ja-Stimmen bei 1 Nein- Stimme gewählt.
Mit herzlichem Dank für das Vertrauen nimmt er die Wahl an, gibt eine kurze Darstellung seines akademischen Werdeganges verbunden mit einem Dank an seine Lehrer und lädt zum 89. Kongress 2012 nach Regensburg ein.
Vor der Wahl des Schriftführers wird der Vorschlag bestätigt, das Amt des Schriftführers und des Kassenwarts weiter in Personalunion zu führen.
Zur Wahl vorgeschlagen war
Herr Prof. Dr. med. Matthias Anthuber
Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Klinikum Augsburg
Er wird mit 43 Ja- Stimmen bei 3 Enthaltungen gewählt.
Er nimmt die Wahl an, bedankt sich für das Vertrauen und sagt sein Bemühen zu, das Amt in der Kontinuität seines Vorgängers weiterzuführen.
Zu Punkt 3): Bericht des Schriftführers und Kassenwarts
a) Mitglieder
Die Vereinigung hat mit aktuell 909 Mitgliedern erstmals die „900er-Marke“ überschritten.
Davon sind 18 Ehrenmitglieder und 264 beitragsfreie Mitglieder im Ruhestand.
b) Neuzugänge
Der seit dem vergangenen Jahr äußerst erfreuliche Neuzugang von Mitgliedern hat sich fortgesetzt, was wiederum vor allem einem Zugang aus der Klinik des Vorsitzenden zu verdanken ist. Dies sollte ein Ansporn sein, auch an anderen Kliniken und Abteilungen verstärkt um Nachwuchs für die Vereinigung zu werben.
Es wird auf die in den Mitteilungen veröffentlichte Liste der Neumitglieder mit ihren Bürgen hingewiesen. Weitere Anträge werden verlesen. Einwände sind nicht eingegangen bzw. werden nicht vorgebracht. Allen Anträgen ist somit stattgegeben worden. Neuanträge auf Mitgliedschaft, die während des Kongresses gestellt werden, werden in den nächsten Mitteilungen schriftlich bekannt gegeben.
c) Kassenbericht (Einnahmen-Ausgaben 2009)
Die finanziellen Verhältnisse der Vereinigung haben sich durch das erfreuliche Kongressergebnisse des Vorjahres stabilisiert. Im Jahr 2009 standen Einnahmen von 57.563,64 € Ausgaben in Höhe von 33.575,28 € gegenüber. Gemäß Kontostand vom 31.12.2009 ergab sich damit bei einem Anfangsbestand von 18.801,40 € ein positiver Endstand auf dem Girokonto von 42.789,78 €. Mit der Sparbuchanlage für den Otto Goetze- Preis in Höhe von 22.973,16 beträgt das Vermögen der Vereinigung zum Jahresende 2009 insgesamt 56.762,92 €. Die Preise (Nussbaum-Preis, Goetze- Preis, Poster- Preis, Preise für Fallvorstellungen, Gerd-Hegemann-Reisestipendium) konnten somit auch 2010 im bisher ausgelobten Umfang ausgelobt werden. Der vollständige Jahresabschluss 2009 liegt während der Tagung für interessierte Mitglieder zur Einsichtnahme im Kongressbüro auf.
d) Bilanz 1.1. bis 30.6. 2010 und Budgetplanung 2011
In der aktuellen Einnahmen- Ausgaben- Aufstellung (Stichtag 30.6.2010) stehen Einnahmen von 12.487,00 € Ausgaben (einschl. Guthabenübertragung) von 39.033,86 € gegenüber. Bei stabiler Finanzlage der Vereinigung wird für 2011 eine Budgetplanung orientiert an der Einnahmen- und Ausgabenaufstellung des Jahres 2009 vorgeschlagen mit einem Ansatz von 40.000 € für die Einnahmen und 30.000 € für die Ausgaben. Eine Stipendienvergabe wird auch 2010 bei entsprechender Zuführung aus dem Gerd Hegemann-Fond möglich sein.
Nachdem keine Fragen zu den Ausführungen des Schriftführers und zum Kassenbericht bestanden und die Budgetplanung 2010 ohne Gegenstimme angenommen wurde, dankt der Vorsitzende dem Schriftführer und Kassenwart und leitet über zum Prüfbericht und zur Entlastung.
Zu Punkt 4): Bericht der Kassenprüfer und Entlastung des Vorstands
Der Jahresabschluss 2010 wurde durch die Wirtschaftsprüferin Frau Westermeier, Rosenheim, erstellt. Die Kassenprüfung wurde von den Herren Prof. Dr. Kahle, Bad Kissingen und Prof. Dr. Pratschke, Bad Reichenhall, durchgeführt. Herr Kahle erklärt auf Befragung durch den Vorsitzenden auch in Vertretung von Herrn Pratschke, dass sie den Bericht sorgfältig geprüft und ihn ohne Einschränkungen für in Ordnung befunden hätten. Die Mitgliederversammlung erteilt danach auf Antrag von Herrn Kahle dem Schriftführer und Kassenwart sowie dem gesamten Vorstand einstimmig bei 2 Enthaltungen (Vorsitzender und Schriftführer) Entlastung.
Zu Punkt 5): Verschiedenes
Anträge zu diesem Tagesordnungspunkt sind nicht eingegangen.
Der Schriftführer berichtet noch kurz über den Stand der Bemühungen um eine Novellierung der Weiterbildungsordnung und die aus Sicht der Chirurgie insgesamt enttäuschenden Ergebnissen des Deutschen Ärztetages. Hier wurden die meisten Anträge zur weiteren Beratung an den Vorstand der Bundesärztekammer verwiesen. Die Zusatzweiterbildung Viszeralchirurgie bei gleichzeitiger Reduzierung der Anforderungen in der Säule Viszeralchirurgie ist beschlossen.
Weiterhin informiert er, auch unter Hinweis auf den Bericht in den Mitteilungen, über Bemühungen gemeinsam mit Frau Dr. Bühren vom Vorstand des Hartmannbundes und in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe zu einvernehmlichen und vor allem praktikablen Lösungen bei der Umsetzung des Mutterschutzgesetzes bei schwangeren Chirurginnen zu kommen. Dies dürfe bei aller Beachtung des unverzichtbaren Schutzes für die werdende Mutter und das Kind nicht zu Restriktionen führen, die faktisch einem Berufsverbot mit entsprechenden Auswirkungen auf die Weiterbildung gleichkämen.
Nach kurzer Aussprache und dem Dank des Vorsitzenden verabschiedet sich der Schriftführer mit den besten Wünschen für seinen Nachfolger und einem Dank an die Sekretärin der VBC, Frau Kurzweil sowie an alle, die ihn stets unterstützt hätten, nach 16-jähriger Tätigkeit aus diesem Amt, was mit lang anhaltendem Beifall begleitet wird.
Der Vorsitzende schließt um 17.15 Uhr die Sitzung..
Neuötting, im Oktober 2010
Prof. Dr. H. Bauer
Schriftführer und Kassenwart |
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